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Die richtigen Fragen im Web Design stellen

Die richtigen Fragen im Web Design stellen

Responsives Web Design ist mittlerweile auch schon für die meisten Unternehmen ein Begriff und fragen aus eigenem Interesse nach der Notwendigkeit einer solchen oder nach den Möglichkeiten, bestehende und neue Webseiten entsprechend aufzubauen. Ich würde behaupten, dass dieses Interesse eigentlich schon gut 2 Jahre zu spät kommt, aber da ein Großteil der Unternehmen auch erst jetzt langsam auf den Zug aufspringen, sind sie in ihrem Unterfangen wenigstens nicht alleine.

Letztlich steht die Frage nach einer responsiven Homepage eigentlich nur noch für ein paar ganz wenige Projekte zur Debatte, da man davon ausgehen kann, dass die Nutzung des mobilen Internets weiterhin erheblich zunehmen wird. Schon jetzt nutzen rund 51% der deutschen das mobile Internet. Bei den 16- bis 24-jährigen liegt der Anteil sogar schon bei 81 Prozent (Quelle: M-Commerce). Aus diesem Grund empfinde ich die Diskussion über eine Webseite für mobile Nutzer nur noch als technisches Detail, um zu erörtern, ob es nun eine responsive, adaptive oder spezielle mobile Homepage sein soll. Darüber sollte nicht mehr großartig Zeit verschwendet werden.

Der Fokus muss darauf gelegt werden, welche Inhalte zu welchem Zeitpunkt auf welchem Gerät und unter welchen Umgebungsbedingungen welcher Zielgruppe präsentiert werden sollen. Langer Satz und viel zu kompliziert. Also nochmal als kurze Auflistung und etwas detaillierter:

Die Zielgruppe:

 

  • Wie sieht meine Zielgruppe aus? Wen will ich mit meiner Webseite ansprechen? Und bitte, bitte nicht versuchen, es jedem recht zu machen. Wer das versucht, kann in der Regel direkt wieder einpacken und eine neue Seite bauen lassen. Eine Webseite sollte die Leute ansprechen für die das Produkt gedacht ist und das können unmöglich alle sein.
  • Davon abhängig ist dann auch das Design und welche Medien mit eingesetzt werden können. Wollen wir Videos präsentieren? Soll die Seite interaktiv sein? Wie sieht die Menüführung aus?

 

Wann, Wo und Wie präsentiere ich welche Inhalte?:

 

  • Welche Inhalte wollen Besucher der Webseite sehen?
  • Wo befinden sich die Besucher der Webseite, wenn sie auf der Homepage surfen? Stehen sie wartend an der Bushaltestelle? Sitzen sie gemütlich im Café um die Ecke oder zu Hause auf der Couch?
  • Mit welchem Gerät besuchen sie die Webseite? Stehen sie im Ladengeschäft und wollen die aktuellen Informationen über ein Produkt über ihr Smartphone abrufen? Oder werden die Informationen in aller Ruhe zu Hause über das Tablet gelesen?

 

Das sind heutzutage die essenziellen Fragen. Wir müssen anfangen uns gezielt darüber Gedanken zu machen, welche Informationen unter gegebenen Umgebungsvariablen praktisch und ansprechend abrufbar sein müssen. Zu Hause am PC mit der Breitbandleitung ist ein Vollbildvideo ja noch schön anzusehen. Unterwegs interessiert mich aber doch eher, wie ich schnell an die Informationen komme, die ich benötige. Wenn ich dafür erst minutenlang warten muss bis die Homepage endlich fertiggeladen hat, dann suche ich mir eine andere Webseite, die mir diese Infos schneller liefert und werde auch in Zukunft eher auf die andere Seite zurückgreifen.

Aber auch die Art der Inhalte sollte angepasst werden. Während ich auf der Couch in aller Ruhe durchaus gewillt bin, mir zusätzliche Artikel durchzulesen, die mir im Seitenbalken vorgeschlagen werden, würden mich diese doch eher nerven, wenn sie mir wertvollen Platz auf dem Smartphone-Bildschirm rauben, obwohl ich mir nur einen bestimmten Artikel durchlesen will. Selbstverständlich will man als Webseitenbetreiber trotzdem ebenfalls die anderen Artikel an die Leserschaft verteilen. Hier gilt es aber andere Wege als die plakative Anpreisung zu finden, Leser dazu zu animieren, vorgeschlagene Artikel zu lesen. Auch wenn diese vielleicht zum gegebenen Zeitpunkt gar kein Interesse daran haben. Beispielsweise sollte es eine Möglichkeit geben, sich solche Artikel auf einfache Art und Weise zu merken, damit man zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen kann.

Was will ich also mit meinem Artikel sagen? Mir geht es darum, dass Web Designer anfangen müssen gezielter über Inhalte und deren Darstellung unter verschiedensten Umständen nachzudenken und weniger darüber, ob nun responsiv oder nicht und mit welchen Mitteln. Die Frage stellt sich nicht mehr. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, Unternehmen eben dieses Verständnis zu vermitteln. Dann können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: die Inhalte.

You can’t TRY to do things, you must simply DO them.

– Ray Bradbury –
Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Ich habe letztens ein sehr nettes Schaubild dazu gefunden, wie man eine Angewohnheit am besten ändern kann, sollte man das wollen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das ganze in die deutsche Sprache zu übersetzen und grafisch etwas aufzumotzen. Ja, hier und da hätte ich noch etwas genauer arbeiten können. Aber der zeitliche Aufwand dafür war doch viel höher als erwartet. Da hätte ich schon fast einen ganzen Artikel schreiben können. Ich fand es aber zu gut, um es euch vorzuenthalten.

Hier noch das Originalbild zum Vergleich (Quelle:http://charlesduhigg.com/flowchart-for-changing-habits/)

 

The difference between successful people and very successful people is that very successful people say ‘no’ to almost everything.

– Warren Buffett –
Der kreative Teufelskreis

Der kreative Teufelskreis

Wer in irgendeiner Weise eine kreative Tätigkeit ausübt, kennt das Problem: eigentlich gute Ideen werden nicht umgesetzt. Sie werden nicht deshalb nicht umgesetzt, weil es sich um keine tollen Ideen handelt, sondern weil man sich während der Umsetzung dann schon mit einer neuen Idee anfängt zu beschäftigen und dann lieber diese umsetzt. Allerdings wird dann diese neue Idee auch wieder durch eine neue abgelöst. Kreative haben oft das Problem, dass sie sich nicht auf die Umsetzung konzentrieren wollen (ich benutze hier explizit nicht “können”). Grund dafür ist einerseits, dass man sich gerade im kreativen Bereich gerne damit brüstet, unkoordiniert und ohne Plan seinen Neigungen nachzugehen und andererseits, weil die Umsetzung einer Idee leider oft mit sehr langweiligen Themen, wie z.B. Team-Management und Logistik zu tun hat.

 

Was kann man aber gegen dieses Problem machen? Letztlich muss man sich davon lösen, ohne eine gewisse Struktur in seinem kreativen Leben vorankommen zu wollen. Man muss sich darüber im klaren sein, dass man ein System braucht, um gezielt Ideen umzusetzen. In einem solchen System lässt man aber auch immer Zeit für Kreativität. Schließlich will man seine Kreativität ja nicht unterdrücken, sondern diese gezielt neben Umsetzungsprozessen erhalten.

 

Wie man das für sich selbst am besten aufzieht, bleibt jedem selbst überlassen. Ob man nun unzählige Zettel an die Wand hängt, ein Notizbuch mit einem System aufbereitet oder mit einer digitalen Lösung arbeitet, macht letztendlich keinen Unterschied. Wichtig ist nur, dass man alles im Leben in Projekte und Aufgaben aufteilt, diese priorisiert und innerhalb der jeweiligen Projekte in unterschiedliche Kategorien für dringende, wichtige und unwichtige Aufgaben und Referenzen und Ideensammlungen unterteilt.

 

Nehmen wir das Beispiel Wohnungsrenovierung. Auch hierbei handelt es sich um ein Projekt, das im Alltag neben der Arbeit und Familie irgendwie noch Platz finden muss. Ob die Wohnungsrenovierung nun wichtiger oder unwichtiger als bspw. die Erstellung eines neuen Gemäldes ist, muss man hierbei für sich entscheiden. Innerhalb des Projekts “Wohnungsrenovierung” gibt es aber unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen Prioritäten. Das Wohnzimmer muss neu gestrichen werden, die Armatur im Bad muss ausgetauscht werden, weil sie nicht mehr dicht ist und in der Küche soll ein neuer Boden rein. Außerdem gibt es da noch eine Webseite mit einer tollen Idee für ein Muster, das man im Wohnzimmer noch an einer Wand anbringen könnte. Letztens kam einem auch noch die Idee zu einer selbstgezimmerten Deckenbeleuchtung, die sich gut in der Küche machen würde.

 

Die Punkte könnte man nun wie folgt aufteilen:

Projekt “Wohnungsrenovierung”: hohe Priorität

Aufgaben:

  • Farbe festlegen und kaufen
  • Armatur auswählen und kaufen
  • Art des neuen Bodens für die Küche auswählen
  • Küchenboden ausmessen
  • Bodenbelag kaufen
  • Wohnzimmer streichen
  • Armatur austauschen
  • Boden in der Küche herausreißen
  • Neuen Boden verlegen

Referenzen:

  • Homepage-Link zur Webseite mit dem möglichen Muster fürs Wohnzimmer

Ideen:

  • Selbstgezimmerte Deckenbeleuchtung aus Holz mit indirektem Licht an die Decke. Rechteckige Holzplatte. Dunkles Holz.
  • Muster an einer Wand im Wohnzimmer anbringen (siehe Referenzen)

Projekt “Neues Gemälde”: mittlere Priorität

Hier könnte man nun ebenfalls die einzelnen Schritte als Aufgaben auflisten. Das spare ich mir an der Stelle. Ich denke, das Prinzip ist klar.

 

Die einzelnen Aufgaben sollte man dann ebenfalls mit Prioritäten versehen und nie mehr als 5 Aufgaben gleichzeitig laufen haben. Also die fünf wichtigsten Aufgaben heraussuchen und diese bewältigen. Zu viele Aufgaben gleichzeitig und man wird von der Masse an Aufgaben wieder überwältigt. Wenn eine davon fertiggestellt wurde, kann man eine weitere hinzufügen. Darüber hinaus gilt: Alles was man in maximal 2 Minuten erledigen kann, erledigt man sofort. Da man ja auch gut eine Minute benötigt, um eine Aufgabe aufzuschreiben, kann solche Aufgaben auch direkt erledigen.

 

Durch die Aufteilung in Projekte und Aufgaben hat man nicht immer das gesamte Projekt vor Augen, das einen aufgrund der Größe auch durchaus mal regelrecht paralysieren kann und kann so Schritt für Schritt vorangehen, was den netten Nebeneffekt hat, dass man durch das Abhaken der einzelnen Aufgaben auch das Gefühl hat voranzukommen und dadurch motivierter bleibt.

 

Ideen kann man sammeln bis man Zeit dafür hat, diese nochmals anzuschauen und zu entscheiden, ob diese tatsächlich Sinn ergeben oder nicht. Aber auch hier sollte man sich zur Regel machen, zumindest ein Mal pro Monat die Ideen durchzugehen, damit sich nicht zu viele ansammeln. Referenzen dienen als Ergänzung zu den Aufgaben und Ideen und können ggf. dann auch gestrichen werden.

 

Dabei handelt es sich jetzt natürlich nur um ein mögliches System zur Ideenumsetzung, das übrigens grundsätzlich auf der Action Method von Scott Belsky von Behance basiert. Ich habe hier auch nur mal das ganz grobe Prinzip der Methode aufgeführt. Wer Interesse daran hat, sollte sich das Buch “Making Ideas Happen” besorgen. Sehr lesenswert.

 

Kreativität ohne eine zielgerichtete Umsetzung von Ideen birgt die Gefahr, dass man anfangs zwar sehr euphorisch an neue Ideen herantritt, dann aber schnell die Lust daran verliert, weil die Umsetzung weit weniger interessant ist, als die Entwicklung einer Idee. Nach einer gewissen Zeit können neue Ideen zusätzlich ablenken und führt dazu, dass bereits angefangene Ideen dann doch zugunsten neuer liegen lässt. Das große Problem hierbei ist natürlich, dass man so nie auch nur eine einzige Idee in die Tat umsetzen kann. Deshalb sollte sich jeder kreative Kopf zusammenreißen und ein System zur Umsetzung von Ideen aufbauen. Es geht zu keiner Zeit darum, ob man sich mit der weniger spannenden Umsetzung von Ideen auseinandersetzen kann, als vielmehr ob man es will.

 

Bei all den möglichen Techniken, wie man seinen Arbeitsalltag und sein Leben organisiert, zählt deshalb vor allem eine Sache: Disziplin. Wer nicht diszipliniert an seine Ziele herangeht, wird kaum etwas zustande bringen. Man kann auch mal Glück haben, aber darauf sollte man sich nun wirklich nicht verlassen.

You can do anything, but not everything.

– David Allen –
Projekt Morgenmensch: Ein Selbstversuch

Projekt Morgenmensch: Ein Selbstversuch

“Morgenstund hat Gold im Mund” besagt die gute alte Weisheit, die wohl den meisten geläufig sein sollte. Ich denke, das ist totaler Schwachsinn. Biorhythmen sind je nach Person unterschiedlich und so kann es eben sein, dass man gerade morgens eher Mundstuhl als Gold im Mund hat und so gar nichts auf die Reihe bekommt. Effektives Arbeiten praktisch nicht möglich. Nun bin ich aber wie so viele durch die Arbeit dazu gezwungen doch schon früh morgens aufzustehen und zu eben jener zu gehen. Das mache ich nun schon seit geraumer Zeit und habe dadurch natürlich auch meine Schlafzeiten bis zu einem gewissen Grad angepasst.

 

War es früher noch schwierig für mich überhaupt vor 1-2 Uhr ins Bett zu gehen, bin ich mittlerweile doch schon so weit, dass ich mich gegen 23-24 Uhr aufs Ohr haue. Das hat auf jeden Fall dazu geführt, dass ich zwar immer noch der Meinung bin, dass der Biorhythmus eines jeden Menschen anders verläuft, ich aber dennoch in Frage stelle, ob es nicht doch möglich ist, diesen Biorhythmus durch gezieltes Training umzuprogrammieren.

 

Ich bin kein Morgenmensch und es ist fraglich, ob ich jemals einer werde, aber ich sehe auch die Vorteile, wenn man schon früh morgens wach ist und so der gesamte Tag zur Verfügung steht. Darum und auch vor allem nachdem ich den Artikel “Become a Morning Person” von Sasha VanHoven auf 99u.com gelesen hatte, will ich mich jetzt auch diesem Experiment unterziehen.

 

Ich habe die simplen Regeln vom Originalexperiment geringfügig modifiziert:

  1. Jeden Morgen um 6:30 Uhr aufstehen.
  2. Kein “Snooze” Button. Wenn man aufwacht, wird aufgestanden.
  3. Nicht später als 23:30 Uhr ins Bett. Das wird schwierig, aber man kann’s ja mal versuchen. Eigentlich müsste ich spätestens 22:30 Uhr ins Bett, damit ich meine 8 Stunden Schlaf bekomme. Da werde ich aber sukzessive dran arbeiten.

 

Über besagten Artikel wurde ich auch wieder auf das Wake-Up Light von Philips aufmerksam. Ich hatte davon zwar schon vor Jahren gehört, dieser Nachttischlampe aber nie wirklich Beachtung geschenkt. Da es aber im Winter merklich schwerer ist, mit Sonnenlicht in den frühen Morgenstunden aufzuwachen und ich die letzten Wochen auch gemerkt habe, dass ich durch meinen Wecker ganz übel aus dem Schlaf gerissen werde, musste ich mir so eine Lampe jetzt anschaffen. Keine ganz günstige Anschaffung, aber ich will hoffen, dass es mir morgens hilft, leichter und von alleine aufzuwachen. Grundsätzlich macht das Wake-Up Light nichts anderes, als eine halbe Stunde vor der Weckzeit die Lampe ganz leicht immer heller werden zu lassen bis sie dann richtig hell leuchtet, sobald man aufstehen muss. Zur Sicherheit ertönt zur Weckzeit dann auch noch Vogelgezwitscher, oder alternativ ein Wecksignal oder Radio. Ziel ist aber, dass man durch das langsam ansteigende Lichtintensität, selbst aus dem Schlaf erwacht und dadurch wesentlich einfacher aus dem Bett kommt. Ich habe mir dazu das Philips Wake-Up Light HF3470/01 besorgt, da es noch zu den preisgünstigen Modellen gehört und man den Halogenstrahler auch noch selbst austauschen kann. Spätere Modelle muss man an Philips einsenden, sollte die Lampe nicht mehr funktionieren. Die Politik, die Philips damit fährt, lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert. Das oft in Bewertungen auf Amazon.de genannte Brummen der Lampe während das Licht immer heller wird, hat sich bei mir übrigens nicht eingestellt. Vielleicht lag es an einem defekten Halogenstrahler in der Lampe.

 

Gestern und heute habe ich die Lampe schon benutzt und bin doch überrascht, wie gut das funktioniert. Am ersten Morgen musste mich noch das Vogelgezwitscher aus dem Schlaf holen. Aufstehen fiel mir aber trotzdem schon leichter als mit meinem normalen Wecker. Heute morgen bin ich durch das Licht schon 9 Minuten vor der eigentlichen Weckzeit aufgewacht und ich hab mich nicht gefühlt, als hätte man mich gerade im Tiefschlaf mit dem Zug überrollt. Ich war nicht extrem wach und bin auch nicht direkt aufgesprungen um die Welt zu umarmen. Aber ich hatte keine Probleme aufzustehen. Nach zwei Tagen schon ein gutes Ergebnis.

 

Das eigentlich Experiment selbst beginnt am Montag. Dann werde ich den Artikel täglich damit aktualisieren, wie es mir so erging. Ich bin gespannt, ob ich zum Morgenmensch mutiere und tatsächlich die Tage besser nutzen kann oder ob es mich vollkommen fertig macht und ich doch einen anderen Weg einschlagen muss. Mein Ziel des Experiments ist es, die Tage besser nutzen zu können und so Projekte schneller voranzubringen und meinen Lebenszielen schneller näher zu kommen. Man darf gespannt sein.

 

Update 1:

Gestern pünktlich auf 23:30 Uhr ins Bett gegangen. Leider war mein Schlaf sehr schlecht und ich bin ständig aufgewacht. Deshalb fiel mir dann das Aufstehen auch ziemlich schwer, so dass mich dann das Vogelgezwitscher vom Wake-Up Light letztlich aus dem Schlaf holen musste, obwohl ich vorher schon durch das Licht kurzzeitig wach war. Ein durchwachsenes Ergebnis, aber bedingt durch den schlechten Schlaf wohl nicht anders zu erwarten. Das wird sich morgen schon ganz anders darstellen, hoffe ich.

 

Update 2:

Gestern um 22:49 Uhr das Licht ausgemacht und dann 9 Minuten (interessanterweise hatte ich das ja genauso schon vor zwei Tagen) vor der eigentlichen Weckzeit durch das Wake-up Light aufgewacht. Ich bin zwar noch einige Minuten liegengeblieben, hab aber währenddessen schon mal ein paar Mails und aktuelle Meldungen im Internet durchforstet. Aufstehen war sehr viel angenehmer als bisher ohne den Lichtwecker und ich konnte auch noch in Ruhe duschen und Frühstück machen. Bisher bin ich sehr zufrieden mit dem Experiment. Ich merke aber auch, dass ich abends deutlich früher müde werde, was ich jetzt noch in Einklang mit dem abendlichen Sport bringen muss. 

 

Update 3:

Da bin ich gestern mal viel zu spät ins Bett gegangen (23:49 Uhr) und das hat sich natürlich dadurch gerächt, dass ich heute erst richtig aufgewacht bin, als der Weckton losging. Bedingt dadurch bin ich jetzt heute auch nicht wirklich fit. Naja, selbst Schuld.

 

Update 4:

Gestern kurz vor 23 Uhr ins Bett gegangen und heute 8min vor der Weckzeit durchs Licht aufgewacht. Doch, ich bin eigentlich jetzt schon überzeugt davon, dass das Wake-up Light ziemlich nützlich ist. Und was die Umstellung auf Morgenmensch angeht: Wirklich fit bin ich morgens jetzt nicht, aber bisher sind ja lediglich vier Tage vergangen. Da ist noch nicht so viel zu erwarten, denke ich. Da geht noch was.  

 

Update 5:

Heute morgen bin ganz schwer rausgekommen und hab auch direkt 30 Minuten überzogen. Schätze, ein Morgenmensch wird man kaum in 5 Tagen. Ich werde aber weiterhin versuchen das durchzuziehen. Gewohnheiten stellen sich ja frühestens nach einem Monat ein. Deshalb wird nur ein Langzeittest zeigen, ob man tatsächlich zu einem Morgenmensch werden kann. Ich würde es aber trotzdem jedem empfehlen auszuprobieren. Man kann die Tage definitiv anders und mitunter wirklich besser nutzen. Nach nur 5 Tagen ein gutes Ergebnis für mich, das mich positiv stimmt.

Keeping yourself in “permanent beta” makes you acknowledge that you have bugs, [...] and that you will continue to adapt and evolve.

– Ben Cosnocha –
Wie verliert man nicht den Anschluss im Web Design oder anderen Fachgebieten?

Wie verliert man nicht den Anschluss im Web Design oder anderen Fachgebieten?

Web Design / Web Development ist ein Gebiet, das sich unheimlich schnell weiterentwickelt.  Ich glaube, es gibt kaum etwas anderes, bei dem man so schnell den Anschluss verlieren kann, wenn man nicht aufpasst. Ständig gibt es Veränderungen und Neuerungen – mitunter kann man sich im Wochentakt neue Methoden aneignen, die gerade mal eine Woche alte schon wieder ersetzen. Alle hier aufgeführten Methoden und Tools lassen sich aber auch auf viele andere Gebiete anwenden.

 

Wie bleibt man also am Ball, ohne in der Flut an Informationen unterzugehen? Wie soll man neben der eigentlichen Arbeit noch Zeit finden, sich um aktuelle Entwicklungen zu kümmern? Eins schon mal vorweg: Die Zeit muss man sich einfach nehmen. Auch während oder gerade während der Arbeitszeit, muss es möglich sein, sich aktuelle Neuigkeiten durchzulesen und neue Fähigkeiten anzueignen. Es kann ja nur im Sinne des Chefs sein, dass die Mitarbeiter auch zukünftig konkurrenzfähig bleiben. Darüber hinaus benötigt man dann auch keine teuren Workshops für die Angestellten, die auch nur das lehren, was man sich gut auch selbst hätte aneignen können.

 

Grundsätzlich gehört aber erstmal die richtige Einstellung zum Job dazu. Wer sich nicht für seinen Job interessiert und nicht besser werden will, wird kaum Interesse daran haben, sich täglich durch unzählige Webseiten durchzuklicken, um sich weiterzubilden. Es ist aber unbedingt notwendig, die Energie aufzubringen, sich fortzubilden und alles in sich aufzusaugen, was in der Welt des Web Designs passiert. Dazu gehören sowohl neue CSS- oder Programmiertechniken, als auch neuste Entwicklungen auf dem Handy und Tabletmarkt.

 

Jeden Morgen scanne ich erstmal standardmäßig 14 Homepages, die mich insgesamt in allen Bereichen auf den aktuellen Stand bringen. Sehe ich dabei noch eine interessante neue Technik für HTML und / oder CSS, dann schaue ich mir das genauer an und speichere mir die Seite ggf. dann auch noch ab, damit ich später wieder darauf zurückgreifen kann. Ich habe zu diesem Zeitpunkt diese neue Technik noch nicht gelernt, weiß aber ungefähr wie sie funktioniert und anzuwenden ist und kann diese Information dann abrufen, wenn ich sie für ein Projekt benötige. Dann kann ich mir die Seite wieder aufrufen und mir alles nochmals im Detail anschauen. Wichtig ist erstmal, dass ich weiß, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt, auch wenn ich sie noch nicht aktuell einsetzen kann.

 

In etwas unregelmäßigeren Abständen werfe ich dann noch meinen RSS-Reader an, um ca. 100 Newsweeks zu scannen. Das kann schon etwas Zeit in Anspruch nehmen, deshalb mache ich das seltener. Für den allmorgendlichen Scan der 14 Webseiten benötige ich ca. 10 bis 30 Minuten, je nachdem wie viele Artikel so interessant waren, dass ich sie mir komplett durchgelesen habe. Der zeitliche Aufwand hält sich also in Grenzen. Wenn man das nun kontinuierlich jeden Tag macht, entwickelt sich dadurch eine Gewohnheit, die einen dann auch sehr viel weniger Anstrengung kostet als am Anfang, wenn man sich vielleicht noch dazu zwingen muss. Die Sache mit der Gewohnheit werde ich auch noch in einem weiteren Artikel etwas genauer beleuchten.

 

Auf diese Art und Weise weiß ich also so gut wie immer, was derzeit aktuell auf dem Markt passiert. Würde ich das nicht machen, käme ich sehr schnell ins Hintertreffen und müsste mir sehr mühsam eine große Menge an neuen Techniken aneignen. Und dann es mittlerweile zu meinem täglichen Ablauf gehört, stört es mich auch keineswegs, die Zeit dafür aufzubringen.

 

Das ganze lässt sich vereinfachen, wenn man die richtigen Tools einsetzt und diese auch sinnvoll nutzt. Als erstes sollte man sich eine kleine Extension in seinen Browser laden, der einem mit einem Klick alle notwendigen Seiten auf einmal öffnet. Ich benutze auf Chrome dafür “Daily Links“. Für Firefox gibt es das Addon “Morning Coffee“. Beide ausgesprochen simpel in der Bedienung. Mit Hilfe dieser Tools kann man sich die Seiten, die man sowieso jeden Tag aufrufen will abspeichern und mit einem Klick wieder öffnen.

 

Als nächstes lohnt es sich Dienste wie Pocket, Instapaper oder Readability zu nutzen, um sich Webseiten mit Stichworten versehen merken zu können. So kann man sich mit der Zeit eine stattliche Datenbank an Artikeln anlegen, die über die Stichwort dann auch noch einfach zu filtern sind, damit man die notwendigen Artikel auch wieder finden kann. Welchen Dienst man dabei nutzt, bleibt der persönlichen Präferenz überlassen. Die Grundfunktionen decken all diese Dienste ab. Da man die Funktionen auch auf mobilen Geräten mit den entsprechenden Apps abrufen kann, wird mit Sicherheit auch die Verfügbarkeit einer guten App auf dem eigenen Handy und Tablet ausschlaggebend sein.

 

Als letztes sollte man sich dann noch einen RSS-Reader zum Abruf von RSS Feeds zulegen. Die gibt es als Webdienste und Apps für Browser und Handys und sind beispielsweise auch in E-Mail-Programme, wie Outlook integriert. Die Auswahl ist riesig. Man wird nicht daran vorbeikommen, sich einfach ein paar anzuschauen und dann die App auszuwählen, die einem am meisten zusagt. Ich persönlich benutze schon seit Jahren feedly als Web-App und auch auf dem iPad und bin damit sehr zufrieden, weil es sehr schlicht und übersichtlich aussieht. Darüber hinaus bietet feedly auch noch die Möglichkeit, themenbezogen neue Feeds zu suchen und direkt abzuspeichern.

 

Alles schön und gut, aber wo bekommt man nun die entsprechenden Webseiten her? Da wird man anfangs etwas Zeit investieren müssen, bis man die Homepages zusammen hat, die einem die Infos liefern, die notwendig für einen sind. Als kleinen Startpunkt gebe ich euch hier mal ein paar Links mit.

 

Von dort aus, kann man sich zu anderen Seiten durchklicken. Mit der Zeit kann man sich so eine recht ansehnliche Ansammlung an informativen Homepages zusammenstellen.

 

Ein weiteres sehr schönes Tool ist Prismatic, wenn man noch keine genauen Quellen hat und sich zu unterschiedlichen Themen Neuigkeiten anzeigen lassen will. Ich benutze Prismatic auch erst seit kurzer Zeit, bin aber schon sehr begeistert, vor allem von der neuen Oberfläche, die man derzeit testen kann. Die ist der alten Oberfläche in allen Belangen überlegen.

 

Wer all diese Tools nicht nutzen will, sollte sich zumindest die Mühe machen, alle wichtigen Seiten als Bookmarks im Browser abzuspeichern. Dabei sollte man aber von Anfang an darauf achten, dass man entsprechende sinnvolle Ordnerstrukturen anlegt, da man ansonsten später gar nichts mehr findet. Bookmarks werden schneller unübersichtlich als man manchmal denkt.

 

Das ist meiner Meinung nach das mindeste, was man machen sollte, um in diesem Geschäft nicht unterzugehen. Sicherlich gilt diese Methode nicht nur für Web Design, sondern ist grundsätzlich auf alle Gebiete anwendbar. Ich denke aber, dass man aufgrund der Schnelllebigkeit des Web Designs, gerade hier durch diese Vorgehensweise  für ein andauerndes Lernen sorgen sollte.

 

Insgesamt gilt, dass man nie seine eigene Beta-Phase verlassen sollte. Dazu aber dann mehr in einem meiner nächsten Artikel.

I don’t wait for moods. You accomplish nothing if you do that. Your mind must know it has got to get down to work.

– Pearl S. Buck –
Mehr Erfolg durch weniger Arbeit

Mehr Erfolg durch weniger Arbeit

Es scheint im ersten Moment paradox zu sein: Man hat mehr Erfolg indem man weniger arbeitet. In der heutigen Zeit geht es hauptsächlich nur noch darum, Leistung zu bringen. Von morgens bis abends soll man arbeiten oder lernen, am besten ohne Pause. Es wird einem suggeriert, dass man nur auf diese Weise erfolgreich sein und es so zu etwas bringen kann. Diese Weisheit könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein.

 

Jeder Mensch verbraucht täglich Energie durch unterschiedlichste Dinge. Das fängt beim Aufstehen und Zähneputzen an und geht bis zum Gedanken an die Fernsehserie von gestern Abend. Alles verbraucht Energie. Diese Energie muss dann in Regenerationsphasen wieder aufgefüllt werden. Die wichtigste Regenerationsphase ist der Schlaf. Gerade der wird mittlerweile zugunsten von Arbeit aber vernachlässigt. Die Auswirkungen auf das allgemeine Leistungsniveau sind verheerend.

 

Wir benötigen durchschnittlich 8 bis 8,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Nur sehr wenige Menschen kommen tatsächlich mit weniger Schlaf aus. Wer meint, mit nur 6 Stunden oder weniger auszukommen, macht sich in der Regel etwas vor und verbaut sich damit die Chance, sein volles Leistungspotenzial auszuschöpfen. Die Zeit, die man am Schlaf eingespart hat, wird nicht optimal genutzt und senkt zusätzlich auch noch ganztägig das Leistungsniveau. Wer am Schlaf spart, spart definitiv am falschen Ende.

 

Und da wir sowieso gerade beim Schlaf sind, kommen wir doch zum im Westen ach so verpönten Mittagsschlaf. In asiatischen Kulturen überhaupt kein Problem, würde man hier doch mit seinem Arbeitgeber wohl einiges an Ärger bekommen, wenn man mittags einfach mal ein paar Minuten schläft. Dabei würde ein kurzer Mittagsschlaf wunder wirken, was die Produktivität in den Nachmittagsstunden angeht. Der Mensch ist nicht darauf ausgelegt den ganzen Tag wach zu sein. Wir haben uns zwar darauf trainiert, aber der Körper benötigt eine kurze Erholungsphase mittags, um dann wieder mit aufgeladenen Batterien weitermachen zu können.

 

Damit noch nicht genug, ist der Körper auch nicht dafür gebaut, über 90min am Stück konzentriert und effektiv zu arbeiten. Man sollte sich darauf trainieren, 90min zu arbeiten und dann eine kurze Pause zu machen, in der man komplett abschaltet, damit eine Erholung möglich ist.

 

Wer also glaubt, dass man gut damit fährt, wenn man jeden Tag ganztägig ohne großartige Pausen arbeitet und dabei versucht mit wenig Schlaf auszukommen, um mehr Zeit für die Arbeit zu haben, der sollte sich besser informieren. Wer sich ausreichend Ruhepausen und Schlaf zugesteht, wird wesentlich mehr und qualitativ hochwertigere Arbeit in kürzerer Zeit erledigen können. Da Erfolg maßgeblich von der Qualität der eigenen Arbeit abhängt, sollte man sich wirklich überlegen, ob man sich nicht doch besser einfach mal auf’s Ohr haut, bevor man völlig übermüdet versucht noch eine Arbeit fertigzustellen.

 

Das Prinzip lässt sich natürlich noch auf viele andere Lebensbereiche anwenden, sei es das Studium und dem damit verbundenen Lernen für Klausuren oder das Erlernen eines Musikinstruments. Der Körper braucht immer Ruhepausen, um die Energiereserven wieder aufzubauen und das Gelernte zu verarbeiten.

 

Weniger ist manchmal also wirklich wesentlich mehr.

An ounce of practice is generally worth more than a ton of theory.

– E.F. Schumacher –
Langfristiges Denken

Langfristiges Denken

Wer kennt das nicht?: Man hat ein Problem und sieht eine einfache und schnelle Lösung. Die wird dann natürlich sofort genommen, weil man in der Regel zu faul ist oder sich nicht die Zeit nehmen will, die richtige Lösung zu wählen, die aber oftmals den unangenehmen Nebeneffekt mitbringt, dass man sich anstrengen muss.

 

Ja, wir sind doch alle im Grunde faul. Paradebeispiel ist hierfür der Sport. Jeder will gerne abnehmen, aber nachdem man sich ein bis zwei Mal daran gewagt hat, merkt man sehr schnell, dass das doch schon ganz schön nervig sein kann. Dann kommen die ganzen Ausreden mit “Ich habe keine Zeit.”, “Ich bin zu erschöpft von der Arbeit.”, “Ich kann das nicht.” oder “Ich muss jetzt aber noch (hier ein völlig unwichtige Tätigkeit einfügen) machen.”. Alles nur Ausreden!

 

Ich arbeite als Web Designer schon verhältnismäßig viel. Wenn ich dann abends nach Hause komme, kann ich aber bei bestem Willen nicht einfach die Füße hochlegen und nichts tun. Lebensmitteln wollen eingekauft und Abendessen als auch Mittagessen fürs Büro müssen noch vorbereitet werden. Teilweise braucht dann auch noch jemand Hilfe bei einem PC- oder Webseitenproblem im privaten Umfeld oder es muss noch eine E-Mail verfasst werden. Das alles kostet Zeit, muss aber auch gemacht werden. Die Simpsons um 18:10 Uhr gönne ich mir noch, aber das wars dann auch.

 

Bäm….schon 21 Uhr. Da hat man natürlich keine Lust mehr etwas zu machen. Ist ja schon viel zu spät. Aber das stimmt einfach nicht. Bevor ich mich auf die Couch haue und nichts mache, steig ich lieber nochmal kurz in meine Sportschuhe und mache noch 30-60min Fitnesstraining – und das nach Möglichkeit sogar jeden Tag. Ja, auch ich habe so meine Tage, an denen ich einfach keine Lust mehr habe, wieder Sport machen zu müssen und setz mich lieber vor die PS3 und spiele ein Videogame oder lese mir noch ein paar Artikel aus der Web Design Welt durch. Aber das ist in der Tat selten.

 

Aber was will ich damit eigentlich sagen? Ich schweife ab. Fakt ist: Jeder hat zumindest 30min am Tag Zeit, Sport zu machen. Es geht nur darum, dass man sich das Ziel vor Augen halten und dieses mit Bestimmtheit verfolgen muss. Ein halbwegs gesunder Körper ist nicht mal eben so zu erreichen. Dazu benötigt es eine langfristig angelegte Änderung des Lebenswandels. Ich sage nicht, dass man nicht mehr mit Freunden in die Kneipe gehen oder sich die Pizza reinschieben darf. Man muss aber im großen und ganzen einfach gezielter und konsistent an die Sache rangehen. Ernährungsumstellung gehört da natürlich ganz essenziell dazu. Darauf will ich hier aber noch nicht mal eingehen. Das würde den Rahmen jetzt sprengen. Da kann ich ja mal noch einen anderen Artikel zu schreiben.

 

Ich wollte doch aber auf das Problem eingehen, dass man oft lieber den einfachen Weg geht, als sich mit dem langfristig gesehen besseren Weg auseinanderzusetzen.

 

Mir begegnet oft der Fall, dass jemand ein Problem in der Bedienung des Webs oder damit verbundenen Systemen hat und sich dann an mich wendet, damit ich das “Problem” löse. Das ist beim ersten Mal noch in Ordnung. Problematisch wird es, wenn ich mir dann die Zeit nehme, nicht nur das “Problem” zu lösen, sondern auch noch ausführlich zu erklären, wie man es das nächste Mal auch selbst einfach lösen kann. Der Hintergedanke ist natürlich, dass diejenige Person in Zukunft selbstständig solche Probleme lösen und unabhängig von mir agieren kann. Ich verdiene zwar mein Geld mitunter mit solchen Dingen, aber ich bin niemand, der den Leuten das Geld für Dinge gerne aus der Tasche zieht, die sie mit etwas Anstrengung auch problemlos selbst machen könnten.

 

Hier kommt jetzt wieder die bereits erwähnte Faulheit ins Spiel.Nicht jeder hat Lust dazu, sich mit solchen technischen Themen auseinander zu setzen und nicht jeder hat so einen Draht zu diesen Dingen wie beispielsweise ich ihn habe. Aber einfache Tools im Web nicht bedienen zu können, ist heutzutage einfach kaum noch akzeptabel. Einfachste Vorgänge muss man einfach beherrschen. Vor allem dann, wenn man auch noch selbst im Web tätig ist. Da kann man sich nicht ständig jemanden ins Haus holen oder jemand anderen diese Arbeiten verrichten lassen (es sei denn, man hat natürlich ausreichend Geld). Man muss schon auch mal Eigeninitiative beweisen und sich mal ein paar Minuten am hinsetzen und sich mit diesen Dingen beschäftigen.

 

Die Einstellung im Kopf muss sich ändern. Kein Lust zu haben oder davon genervt zu sein, ist keine Entschuldigung und schon gar nicht der richtige Weg, an die Sachen heranzugehen. Schon gar nicht, wenn man sich gerade mal einen immer selben Ablauf von ca. 8 Klicks merken muss, da der Rest schon automatisiert wurde. (Ok, das ist jetzt ein spezielles Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz. Da passt natürlich jedes anderes Beispiel mit einer Schwierigkeitsstufe von 8 simplen Klicks).

 

Wenn ich mir einen neuen Fernseher anschaffe, dann rufe ich ja auch nicht ständig jemanden an, um den Kanal zu wechseln. Wenn ich den Fernseher dazu benutze, um meine Arbeit darauf zu präsentieren und damit mein Geld verdiene, muss ich das selbst beherrschen. Ich muss die Farbeinstellungen nicht bis ins letzte Detail einstellen können, aber ein Fernsehkanalwechsel sollte schon möglich sein.

 

Ich will hiermit eigentlich nur an alle appellieren: Entwickelt euch weiter und bleibt nicht stehen, nur weil ihr euch damit herausredet, dass ihr etwas nicht könnt oder weil ihr gerade keine Lust darauf habt. Fangt an langfristig zu denken und nicht nur das kurzfristige Ziel vor Augen zu haben.